Elternzeit aka Familienzeit

Die Idee zu einem Blog gab es ja schon immer mal wieder. Jetzt mit Emil wollen wir es endlich in die Tat umsetzen. Allerdings hat es sich in der Anfangszeit als eher schwierig gestaltet die Zeit dafür zu finden. Dazu war alles viel zu neu und vor allem mussten wir erst so etwas wie einen Alltag und Rhythmus zu dritt finden UND es war einfach zu schön gemeinsam auf der Couch zu liegen und „stolze“ Eltern zu sein.
Daher werden sich die nächsten Posts mit unserer gemeinsamen Familienzeit beschäftigen.
Es war für uns eigentlich immer klar, dass wir 2 Monate am Stück als Familie zusammen verbringen wollten. Unser Favorit war Lebensmonate 11 & 12 von Emil, denn diese Monate sollten genau in die Sommermonate Juli und August fallen. Zudem ist Emil dann schon ein Stückchen älter, was uns zu der Annahme verleitet dass es einfacher sein wird mit ihm auf Reisen zu gehen. Die Frage die sich uns Anfangs stellte war: Wie wollen wir denn die gemeinsame Elternzeit verbringen?
Für den europ. Süden ist es uns zu heiss. Da ist man doch ständig nur auf der Suche nach Schatten für Emil, …darauf haben wir keine Lust.

Fliegen wäre eine Option, aber muss das wirklich sein mit dem kleinen Wurm?

Mit dem Zug, Sack und Pack drauf los? Nee, ist uns zu stressig, und wie soll man denn da alles mitnehmen können was man im täglichen Alltag so braucht?!?!

Welche Alternativen gibt es denn noch?

Mit dem Rad & Hänger über die Alpen, …oh das wäre cool, aber ob Emil da so viel Bock drauf hat ständig im Hänger zu sitzen? Emil kann ja jetzt schon kaum 5 Minuten die Füße still halten vor lauter Aktivitätsdrang! Und vom Fleck wollen wir doch auch kommen. Ok, diese Option wird geparkt bis der kleine Mann ein bisschen größer ist. Dann haben wir bestimmt alle viel mehr Spaß!

Also warum denn nicht mit einem Camper oder Wohnwagen in eher nördliche Regionen? Eine Idee ist geboren.

Da bieten sich doch die skandinavischen Länder an! Wir wandern damit zwar nicht auf neuen Spuren, werden aber dennoch sicherlich das ein oder andere Abenteuer erleben. Außerdem haben wir bereits sehr tolle Erfahrungen und Eindrücke (zu zweit) im Sarek, Stockholm und Kopenhagen gesammelt.

Da wir beide unsere Urlaube überwiegend im Zelt verbracht haben, standen wir vor der Herausforderung uns mit dem Thema Wohnwagen, Camper oder Wohnmobile beschäftigen zu müssen, ähm dürfen 😉. Das heißt also dass wir auf diesem Gebiet völlig unwissend sind. Aber so stellen wir es uns in der Theorie vor:

Wohnwagen ist als Idee ganz gut, da man unabhängig mit dem Auto vor Ort auf Erkundung gehen kann. Aber dem gegenüber steht das ganze Rangieren und das in die LKW Schlange auf der Autobahn Einreihen und das langsamere Fahren. Kurz: Keine Lösung für uns.

Oder das volle rund um Sorglos Packet, a la Alkoven mit Hochbett, Dusche, TV, Essecke, großzügigem Platzangebot? Aber sind das wirklich wir? Vielleicht in 20 Jahren, aber jetzt noch nicht.

Wir brauchen keine Nasszelle, kein Klo an Board und keine voll ausgestattete Küche. Emil soll die Welt erleben und kennen lernen auf einfache Art und Weise, sowie auf die elementaren Dinge reduziert. Alles andere hat er im Alltag zu Hause und das ist auch gut so.

Daher sind wir auf der Suche nach einem Gefährten, welcher uns genügend Platz für Buggy, Kraxe, Kindersitz und Co. bietet. Dazu noch Schlafgelegenheit für 3 hat und wo wir im Notfall auch im Auto essen können, während Emil schläft. Eine kleine Kochgelegenheit und eine Kühlbox sollten es noch sein.

Während unsere Recherchen haben wir uns auf den Straßen umgeschaut, in Foren gestöbert und uns bei Freunden umgehört was der Markt denn so hergibt.

Das Ergebnis: Ein Ford Nugget mit Hochdach soll es werden. Das erschien uns als der perfekte Kompromiss zwischen; wir bekommen alles unter und haben all unsere Wünsche abgedeckt.

Um die Theorie auch in der Praxis auf Tauglichkeit zu testen wollen wir uns einen Nugget ausleihen und ein paar Tage nach Italien fahren.

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