Osternest suche? Oder Ford Nugget testen? Das ist die Frage!

Oh Man, waren wir blauäugig!
Angefangen damit, dass das Ausleihen viel länger gedauert hat als geplant. Wir wollen am selben Tag das Auto noch beladen und während Emils Nachmittagsschläfchen losfahren. Was also tun wenn die Zeit knapp wird?
Alles schnell rein ins Auto und los. Leider war dadurch der Stress als vierter Fahrgast auch dabei. Aber schlussendlich waren wir dann doch auf dem Weg Richtung Gardasee.

Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt ist Emil aufgewacht, aber wir konnten ihn noch bis Bozen beschäftigen, wo wir ins Zentrum gefahren und eine Runde Umhergeschlendert sind, sowie für das Abendessen einkaufen waren. Bozen ist echt schön und immer einen Spaziergang wert.
Der weitere Plan sah vor, dass wir uns ein Platzerl zum Abendessen für Emil suchen, ihn füttern, Bett fertig machen, in den Maxi Cosi legen und das letzte Stück an unser Ziel fahren.
Zunächst hatten wir aber Probleme einen guten Platz zu finden und dann hatte Emil andere Pläne; Angefangen mit einem nicht sehr erfolgreichem Essen, getoppt durch viel zu viel Trubel & Ablenkung um uns herum. Es ist ja auch wirklich nett, wenn vorbeigehende Leute kinderlieb sind und dem Baby winken oder stehen bleiben und Hallo sagen, aber wenn man das Baby zum abendlichen Schlaf überreden muss, ist das wirklich kontraproduktiv. Irgendwann ist Emil schließlich eingeschlafen, unser Urlaubsziel haben wir aber nicht erreicht, denn sein Schlaf hielt nicht lange an. Das bedeutete für uns eine erneute Planänderung und wir suchten einen finalen Schlafplatz. Der Abend und die Nacht war dem Tag entsprechend chaotisch, denn das Auto war ja alles andere als vorteilhaft gepackt. Wie oft wir Dinge einfach im Weg stehen hatten oder von einem Eck ins ändere räumen mussten! Somit waren wir uns vor dem Einschlafen einig, dass ein Ford Nugget eindeutig zu klein für unser Elternzeit-Vorhaben ist. Wir brauchen was Größeres. Eine Nummer größer mindestens, aber am Besten gleich zwei! Leider war in der Nacht nicht viel an Schlaf zu denken, denn Emil schlief äußerst unruhig und musste immer wieder beruhigt werden, was eine Herausforderung ist, wenn man sich auf ein paar Quadratmeter Raum beschränken muss. Nachdem wir einen echt schlechten Start hatten und die Nacht nun auch sehr anstrengend war, beschloss Sabrina dem ganzen ein Ende zu setzen und wollte am nächsten Morgen mit Emil die Heimreise mit dem Zug antreten. Ich sollte wie geplant weiter an den Gardasee fahren und dort einen Freund treffen.
Am nächsten Morgen sah die Welt dann aber trotz Schlafmangel schon wieder anders aus. Wir wurden mit Sonnenschein, blauem Himmel und wunderschönem Bergblick um uns herum begrüßt. Zudem hat sich über Nacht unser ungeliebter Fahrgast Namens Stress leise und heimlich davon geschlichen. Und auch von Sabrinas „Schnapsidee“, der Heimfahrt mit dem Zug war nicht mehr viel übrig. Zurück blieb die Idee nur noch als Running Gag für den restlichen Urlaub.
Nachdem wir in der Sonne gefrühstückt hatten, fingen wir an ein wenig Struktur in unser Chaos zu bringen, packten die Taschen aus und verräumten alles in die Schränke um pünktlich zu Emils Vormittagsschlaf die letzten KM an den Gardasee zurückzulegen.
Auf der Autobahn rollte der Verkehr gut an, doch nach unserer Autobahnausfahrt standen wir bereits im Stau und das sollte laut Verkehrsinfo auch bis zum See so weiter gehen. Emil ist derweil wieder aufgewacht, so dass sich ein Einreihen in die Schlange sowie eine Fahrt im Schritttempo zum Gardasee als keine gute Option für uns herausstellte.
Aber wir sind ja flexibel und ändern unseren Plan nach den aktuellen Gegebenheiten. Was in diesem Fall heißt, Norden von Gardasee ade, Mitte oder vielleicht auch Süden des Gardasees Juche. Final wurde es dann Lazise.
Wow, Lazise war ein Schock für uns, denn auf so einem großen touristischen Campingplatz sind wir schon lange nicht mehr gewesen. Und wo waren denn nur unsere geliebten Berge hin,  schließlich wollen wir die Kraxe weiter mit Emil testen. Letzten Endes blieben wir nur eine Nacht und haben uns nach telefonischer Absprache mit unserem bevorzugtem Campingplatz im Norden vom See, auf dem Weg gemacht.
Die restlichen Tage vor Ort waren dann sehr schön. Klar, mit den Herausforderungen die man so hat, wie z.B. die gewohnten Schlafenszeiten weitestgehend einzuhalten obwohl so viele neue Eindrücke warten. Wenn man mit einem kleinen Baby in den Urlaub fährt, dann nimmt man den Babyalltag mit, verlagert ihn einfach in einen neuen Ort 😉 und passt sich dem Baby bestmöglich an. Für uns heißt das, viel Abwechslung und Bewegung damit es Emil nicht langweilig wird. Sollten wir anders planen als Emil, dann gewinnt der kleine Mann.
Unsere weiteren Versuche mit der Kraxe haben gut funktioniert und wir waren sehr froh uns eine zugelegt zu haben. Sie kommt bestimmt öfters zum Einsatz, auch wenn man das Gewicht, vor allem Bergan, nicht unterschätzen darf.
Ach ja, am Ende des Urlaubs waren wir uns dann doch wieder einig, dass der Ford Nugget mit einer guten Planung definitiv für unser Elternzeit-Vorhaben reicht. Man muss sich einfach nur vorab gut organisieren, und eine Zeltgarage mit einplanen. Dazu wollen wir unser kleines Wurfzelt mitnehmen und dort alle Dinge „lagern“ wie zB Autositz/Maxi Cosi, Fahrradsitz, usw., welche wir am aktuellen Standort nicht täglich brauchen. Das Zelt lässt sich in ein paar Sekunden auf-/ abbauen und alle Teile, die einem ständig im Auto im Weg sind, sind verräumt. Diese Erkenntnis nehmen wir auf alle Fälle mit wenn es im Sommer dann ernst für uns wird.

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