Die Odyssee des Unerwarteten

Nachdem die Idee vom Ford Nugget geboren, sowie auch getestet ist und sich als tauglich erwiesen hat, heißt es eigentlich nur noch Ausschau nach einem passenden Fahrzeug halten und zuschlagen. Der Plan hinter dem Kauf war, das Auto nach unserer Elternzeit wieder loszuschlagen. Ursprünglich hatten wir uns überlegt einen Ford Nugget zu mieten, aber egal ob über Händler, spezielle Vermietungsservice oder privat Personen, die Kosten wären extrem hoch und ein Rabatt aussichtslos, denn jeder rechnet damit sein Fahrzeug in den Sommermonaten locker zu vermieten und das große Geld einzufahren – da interessierte nicht mal unsere Absicht das Auto für 7/8 Wochen am Stück zu buchen. Also investieren wir lieber selber in das Auto und verkaufen im Anschluss, damit sollten wir unterm Strich besser fahren.
Mit dieser Entscheidung setzen wir Suchaufträge bei den bekannten Gebrauchtwagenportalen und diskutierten unsere Vorstellungen bzgl Preis, Alter, max km usw.. Gleichzeitig informierten wir uns auf was man beim Kauf des Ford Nuggets achten muss, wie z.B. Unterbodenschutz. Soweit so gut. Das ein oder andere Fahrzeug ließen wir an uns vorbei ziehen, denn schließlich müssen wir uns erst mal ein Bild vom Markt machen und außerdem haben wir ja noch Zeit bis wir final ein Auto brauchten.
Aber Zeit war irgendwann doch ein nicht zu unterschätzender Faktor, denn irgendwann gab es nur noch überteuerte Mobile im Angebot bei welchen wir uns dachten: Da können wir dann gleich den neuen mit Tageszulassung kaufen.
Nachdem wir von mehreren Freunden gefragt wurden, warum wir nicht einen VW Bus anstelle des Ford Nuggets nehmen, haben wir uns die Bus Geschichte nochmal überlegt und in der Theorie die Platzsituation durchgespielt. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, sollten wir unsere Idee von der Zeltgarage beibehalten, mit einem VW Bus unser Vorhaben auch gut meistern zu können. An dieser Stelle Danke an alle Besitzer von VW Bussen, die über ihre Camping-Erfahrungen für einen längeren Familienurlaub geschrieben haben, denn das hat uns geholfen die Platzsituation besser für unsere Bedürfnisse einzuschätzen.
Somit sind wir nun auf der Suche nach einem Ford Nugget oder einem VW Bus für unser Abenteuer.
Schließlich haben wir einen gebrauchten Nugget beim Händler ausgesucht und sind los zur Besichtigung. Wenn das Fahrzeug das hält was es verspricht dann schlagen wir gleich zu und nehmen es sofort mit. Aber wer konnte auch ahnen, dass eine kleine Beule nicht erwähnenswert ist, die Küche massive Mängel hatte, und an der Heckscheibe offensichtlich schon mal ein Wasserschaden entstanden ist. Alles Dinge die nicht erwähnt wurden, und als wäre das nicht genug, haben wir im Anschluss festgestellt, dass die Anzeige sogar Bilder von einem anderen Fahrzeug welche die aufgezählten Fehler nicht hatte, zeigte. Wer rechnet denn mit sowas, vor allem nicht bei einem Händler!
Aber siehe da, wir haben einen interessanten VW Bus entdeckt. Also wieder alles eingepackt was man so braucht, denn die Zeit wird langsam knapp, und gleich zuschlagen, wenn alles passt. Leider war auch diese Besichtigung ein Reinfall. Ein etwas Kleinerer als beim letzten mal, aber dennoch wieder eine nicht erwähnte Beule, mit dem besonderen Innenausbau keine ISO-fix Station für den Kindersitz in der Rücksitzbank und final dann doch zu teuer wenn man für ein bisschen mehr Geld eine bessere Ausstattung und Ausbau bekommt.
Langsam waren wir echt deprimiert, denn die Anzeigen haben nicht das versprochen was sie gehalten haben. Zusätzlich mussten wir in unseren bereits vollen Terminkalender die Zeit für die Fahrzeugbesichtigung hineinquetschen und Emil unnötigerweise umher ziehen. Generell wird es langsam eng und wir noch ohne Auto aber mit großen Plänen.
Also nochmal alles durchsuchen, diskutieren und schließlich zwei weitere VW Busse aus den tiefen des Mobile-Marktes finden und was super positiv ist, beide sind in unserer Nähe. Das heißt also mit den aktuellen Besitzern intensiv telefonieren und alle offenen Fragen stellen, Detailfotos schicken lassen und sich für einen Entscheiden um diesen zu besichtigen und einen Deckel drauf zu machen. Letzten Endes sind wir dann 2 Tage vor unserer offiziellen Familienzeit stolze Besitzer von unserem VW Bus geworden.

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