Quer durch Deutschland

Unsere erste Nacht im Camper war kürzer als gedacht, denn Emil hat den Tag früher eingeläutet als gewohnt. Warum? Das wissen wir auch nicht so genau. Die Nacht selber war ok, auch wir müssen uns wohl noch ein bisschen an die neue Platzsituation gewöhnen. Also heißt es aufstehen. Als wir unseren Schlafplatz bei Helligkeit sehen, sind wir eigentlich recht zufrieden mit unserer Wahl. Leider ist das Wetter nicht ganz so schön, es nieselt und alles ist nass draußen. Aber das stört uns nicht, denn wir machen uns erstmal fertig und suchen uns ganz entspannt etwas zum frühstücken. So kam es, dass wir einige Zeit später in einer netten Bäckerei mit kleinem Café saßen, bei Cappuccino sowie frischem Backwaren und Gebäck. Am laufendem Band kommen Leute in die Bäckerei um ihre Brötchen und Zeitungen dort zu kaufen, das gefällt uns und bestärkt dass wir eine gute Bäckerei gefunden haben, aber vor allem hat Emil dabei so viel zu schauen und große Abwechslung. Im Café bleiben wir die einzigen Gäste was garnicht schlimm ist. Während wir unseren Kaffee schlürfen kann Emil auf allen vieren das Café erkunden und sich etwas austoben. Doch schließlich wird es Zeit sich wieder auf den Weg zu machen mit dem Ziel: Leipziger Zoo.
Ob der Zoo nun hochgelobt wird, oder besonders schön ist, wissen wir nicht, denn für uns zählt dass wir einen schönen Mittag und Nachmittag verbringen an welchen Emil viel zu staunen hat. Emil liebt Tiere. Unser Kind zeigt freudig auf jedes Tier das sich bewegt und ruft begeistert „Da“, somit ist der Zoo doch genau das richtige für ihn. Als wir im Zoo ankommen ist Emil recht erfreut, aber weniger wegen der Tiere, mehr wegen der vielen Menschen, die er anlachen kann und mit denen er shakern kann. Die Tiere selber sieht er meist vor lauter Menschen nicht, dabei ist es mitten in der Woche und der Zoo garnicht mal überlaufen. Auch gut, solange das Baby seinen Spass hat und auf seine Kosten kommt. Glücklicherweise gibt es einen großen Bereich mit freilaufenden Tieren die gestreichelt werden dürfen. Nachdem wir dort ankommen als sich gerade eine Tierpflegerin dem Hängebauchschwein Kurt annimmt, geht Emil schließlich doch auf Tuchfühlung mit den Tieren. Uns hat der Zoo sehr gut gefallen, es gibt verschiedene Regionen welche auf die Tiere die dort leben abgestimmt sind. So schaut es z.B. bei Giraffe, Nashorn und Co ein bisschen aus wie in Afrika. Schließlich haben wir den Zoo komplett durchlaufen und viele verschiedene Tiere gesehen und machen uns wieder auf den Weg Richtung Norden. Emil wird zu Bett gebracht und schläft noch ein bisschen im Maxi Cosi während wir die letzten km bis zu unserem nächsten Schlafplatz zurück legen. Der ausgeschilderte Wanderparkplatz in Helmstedt am Lappwaldsee.
Hier wurde noch bis vor ein paar Jahren im Tagebau Braunkohle abgebaut und heute entsteht dort ein Badesee. Eine Infotafel erklärt den aktuellen Füllstand des Sees, denn dieser wird mit Grundwasser und Fremdflutung gefüllt. Aber bis der finale Wasserspiegel erreicht ist vergehen wohl noch einige Jahre. Spannend.
Der nächste Morgen bricht an und das Wetter verspricht, dass wir zum ersten Mal draußen vor unserem Bus frühstücken können, herrlich. Bevor wir unsere Reise fortsetzen wollen wir noch ein bisschen was vom Lappwaldsee sehen und gehen noch spazieren. Nachdem das Gebiet dort aktuell noch sehr groß ist schaffen wir es nicht bis an das Ufer, können aber einen Blick erhaschen. Pünktlich mit Abfahrt fängt auch schon der Dauerregen an, aber wir sitzen ja im Trockenem. Während der Fahrt verbessert sich die Wetterlage nicht im geringsten so dass wir uns was einfallen lassen müssen wie wir Emils Wach- und Bespaßungsphase am Besten gestalten. Nachdem wir ungefähr abschätzen können wie weit wir kommen, machen wir uns mit Hilfe von Google auf die Suche nach einem Schwimmbad. Ein Schwimmbad bietet uns viele Möglichkeiten Emil bei Laune zu halten und wir freuen uns nach 2 Tagen wildem campen bei nass-kalten Temperaturen über eine warme Dusche. In der Therme ist einiges los und Emil planscht fröhlich mit anderen kleinen Kindern im Babybecken. Gegen Endes des Tages heißt es für uns wieder weiter zu ziehen, ein paar km zurück zu legen und schließlich einen schönen Schlafplatz zu finden. Unser Ziel war dann an einem Wildtierpark mit mehreren Parkplätzen am Ortsrand. Dies wird dann auch unsere letzte Nacht in Deutschland sein, denn morgen Vormittag erreichen wir Dänemark.

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